Grachten in Amsterdam
Die Stadt Amsterdam verfügt über ein Netzwerk von 165 Grachten mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern, die ein wahrer Magnet für Touristen aus aller Welt sind.
Die Grachten sind seit 1. August 2010 Teil der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Damit wird ihre Einzigartigkeit und ihr Ruhm in der Region anerkannt und ihre Erhaltung garantiert.
Die Grachten wurden ursprünglich zur Landgewinnung aus der morastigen Umgebung angelegt. Sie dienten der Entwässerung und Trockenhaltung des Bodens. Auf diesen exzellenten Wasserwegen konnten die Schiffe leicht durch die Stadt navigieren und Amsterdam genoss eine wohlhabende Zeit als Hafenstadt, da das Meer in der Nähe ist. Hollands maritimes Streben machte Amsterdam im 17. Jahrhundert zu einem Zentrum für globale Produkte. Es wurden nicht nur materielle Güter wie Gewürze und Weizen aus der ganzen Welt importiert, auch neue gesellschaftliche, philosophische und wissenschaftliche Ideen kamen in Amsterdam an. Die Stadt wurde ein wahrer Schmelztiegel der Kulturen und ist es noch heute.
Wohlhabende Kaufleute demonstrierten ihren Wohlstand mit dem Bau und der Vergrößerung von Speicher- und Wohnhäusern entlang den Grachten. Bis heute kann man den Wohlstand des Goldenen Zeitalters in Holland erkennen. Dieser fantastische Bereich der Innenstadt lässt sich auf diverse Arten erkunden. Bei Touristen am beliebtesten ist eine Grachtenfahrt. Zahlreiche Schifffahrtgesellschaften bieten Touren an. Nehmen Sie Platz und genießen Sie die Highlights. Echte Kapitäne können ein Boot oder ein typisch holländisches Wasserfahrrad mieten und Training und Kultur kombinieren. Wer lieber an Land ist, kann während einer geführten Tour die Highlights entdecken. Natürlich können Sie auch jederzeit alleine an den Grachten entlang schlendern. Oder machen Sie es wie die Holländer: Mieten Sie ein Rad und treten Sie in die Pedale!